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	Kommentare zu: Alexander Rahr: Anmaßung	</title>
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	<description>Lesen macht glücklich, weil es uns sagt, wer wir sind und wer wir sein wollen, weil wir über uns hinauswachsen, in fremder Haut erleben dürfen, was uns sonst verschlossen bliebe.</description>
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		Von: Christina Graupner		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Graupner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2021 19:59:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Gutschke,

 ich habe mit großem Interesse Ihr Gespräch mit Alexander Rahr verfolgt. Einige Gedanken möchte ich Ihnen mitteilen. Ich habe gestutzt, als er im Fall Nawalny die Aufnahmen aus Omsk als Beleg für eine Vergiftung anführte. (Vielleicht habe ich auch etwas falsch verstanden.) Diese Wertung kann ich nicht nachvollziehen. Es ist bis jetzt ein Verdacht. Fotos allein besagen doch gar nichts. Beweiskräftige Informationen, z. B. den Befund aus der Charite, verweigert die Bundesregierung. Stattdessen Unterstellungen ohne Ende und die Gegenseite wird bis zur Unerträglichkeit diskreditiert. 
Was die feindselige Haltung der Staaten Estlands, Lettlands und Litauens betrifft, meine ich, daß unbedingt auch die Herkunft der neuen politischen Elite eine Rolle spielt. Sie kam aus dem westlichen Exil und war dementsprechend geprägt. 
Kaum bekannt dürfte sein, daß der sogenannte &quot;Blutsonntag von Vilnius 12./13. Januar 91&quot; Ähnlichkeit mit dem Maidan-Putsch Jahrzehnte später in Kiew hat. Ein Kommunalpolitiker, Algirdas Paleckis, erreichte es, daß 2012 die Vorgänge vor Gericht kamen. Es stellte sich heraus, daß in dieser Nacht 13 Litauer und ein sowjetischer Offizier erschossen wurden. Tatwaffen: Kleinkalibergewehre und Jagdwaffen. Die Schüsse wurden von einer höhergelegenen Position aus abgefeuert. &quot;Unsere schossen auf Unsere&quot; so der Kommentar von Paleckis. Dies bestätigten zwölf Augenzeugen, unter ihnen ein ehem. Mitarbeiter des Innenministeriums und ein ehem. hoher Sajudis-Funktionär vor Gericht. (Sajudis - eine nationalistische 1988 gegr. Bewegung) Nachzulesen im Internet. 
Ich habe meinerseits in dem Gespräch gelernt, das westliche Think Tanks durchaus seriös arbeiten können. Alexander Rahr äußerte sich dementsprechend. Da wurde ein Feindbild korrigiert. 
Wenn ich überlege, was meine Beziehung zur SU und Rußland geprägt hat, so muß ich meine Mutter nennen. In einfachen Verhältnissen lebend, ließ sie mich lesen, lesen, lesen. Gab mir sparsame, aber warmherzige Hinweise. So erzählte sie mir, daß eine Bekannte sich mit sowjet. Geheimdienstoffizieren einließ, um andere Frauen zu schützen. Ehrlichkeit ist es wohl, die überzeugt und Menschlichkeit ermöglicht. 
Im Übrigen habe ich auf die Ankündigung von Alexander Rahr, den Dämonen Dostojewskis nachzugehn, akkurat reagiert wie Sie. Ich werde sie schon mal wieder lesen.
Zu meiner Person: Jahrgang 44, im Erzgebirge geboren, im Nebenfach Slawistik studiert, als Nachrichtenredakteur im DDR-Rundfunk in Berlin gearbeitet.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Graupner]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Gutschke,</p>
<p> ich habe mit großem Interesse Ihr Gespräch mit Alexander Rahr verfolgt. Einige Gedanken möchte ich Ihnen mitteilen. Ich habe gestutzt, als er im Fall Nawalny die Aufnahmen aus Omsk als Beleg für eine Vergiftung anführte. (Vielleicht habe ich auch etwas falsch verstanden.) Diese Wertung kann ich nicht nachvollziehen. Es ist bis jetzt ein Verdacht. Fotos allein besagen doch gar nichts. Beweiskräftige Informationen, z. B. den Befund aus der Charite, verweigert die Bundesregierung. Stattdessen Unterstellungen ohne Ende und die Gegenseite wird bis zur Unerträglichkeit diskreditiert.<br />
Was die feindselige Haltung der Staaten Estlands, Lettlands und Litauens betrifft, meine ich, daß unbedingt auch die Herkunft der neuen politischen Elite eine Rolle spielt. Sie kam aus dem westlichen Exil und war dementsprechend geprägt.<br />
Kaum bekannt dürfte sein, daß der sogenannte &#8222;Blutsonntag von Vilnius 12./13. Januar 91&#8220; Ähnlichkeit mit dem Maidan-Putsch Jahrzehnte später in Kiew hat. Ein Kommunalpolitiker, Algirdas Paleckis, erreichte es, daß 2012 die Vorgänge vor Gericht kamen. Es stellte sich heraus, daß in dieser Nacht 13 Litauer und ein sowjetischer Offizier erschossen wurden. Tatwaffen: Kleinkalibergewehre und Jagdwaffen. Die Schüsse wurden von einer höhergelegenen Position aus abgefeuert. &#8222;Unsere schossen auf Unsere&#8220; so der Kommentar von Paleckis. Dies bestätigten zwölf Augenzeugen, unter ihnen ein ehem. Mitarbeiter des Innenministeriums und ein ehem. hoher Sajudis-Funktionär vor Gericht. (Sajudis &#8211; eine nationalistische 1988 gegr. Bewegung) Nachzulesen im Internet.<br />
Ich habe meinerseits in dem Gespräch gelernt, das westliche Think Tanks durchaus seriös arbeiten können. Alexander Rahr äußerte sich dementsprechend. Da wurde ein Feindbild korrigiert.<br />
Wenn ich überlege, was meine Beziehung zur SU und Rußland geprägt hat, so muß ich meine Mutter nennen. In einfachen Verhältnissen lebend, ließ sie mich lesen, lesen, lesen. Gab mir sparsame, aber warmherzige Hinweise. So erzählte sie mir, daß eine Bekannte sich mit sowjet. Geheimdienstoffizieren einließ, um andere Frauen zu schützen. Ehrlichkeit ist es wohl, die überzeugt und Menschlichkeit ermöglicht.<br />
Im Übrigen habe ich auf die Ankündigung von Alexander Rahr, den Dämonen Dostojewskis nachzugehn, akkurat reagiert wie Sie. Ich werde sie schon mal wieder lesen.<br />
Zu meiner Person: Jahrgang 44, im Erzgebirge geboren, im Nebenfach Slawistik studiert, als Nachrichtenredakteur im DDR-Rundfunk in Berlin gearbeitet.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Christina Graupner</p>
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