Willkommen in meinem Literatursalon
Irmtraud_Gutschke

Lesen macht glücklich, weil es uns sagt, wer wir sind und wer wir sein wollen, weil wir über uns hinauswachsen, in fremder Haut erleben dürfen, was uns sonst verschlossen bliebe. Heutzutage scheinen wir ja in Informationen zu ertrinken und haben doch das Gefühl, dass uns Wichtiges fehlt. Was ich suche, sind Bücher, die in diesem Sinne nachdenklich machen, ja auch solche, von denen ein Leuchten ausgeht. Viele Jahrzehnte habe ich als Literaturredakteurin mit Hunderten, ja Tausenden von Texten zu tun gehabt, auch selber Bücher geschrieben. Die Neugier auf Neues will ich hier mit anderen teilen.

„literatursalon.online“: Stellen Sie sich vor, wir sind zusammen in einem schönen Saal, und Sie möchten von mir wissen, was sich zu lesen lohnt. Was interessiert Sie denn, frage ich zurück. Politische Sachbücher? Gute Romane und Erzählungen? Spannende Krimis? Bildbände, die man immer wieder betrachten möchte? Mit meiner Auswahl lade ich Sie zu Ihren eigenen Entdeckungen ein.

Irmtraud Gutschke

Wenn Sie mehr über mich erfahren wollen - meine Biografie, meine Bücher und Veranstaltungen - , schauen Sie auf meine Webseite www.irmtraud-gutschke.de

Hendrik Wiethase: Eine kulinarische Reise durch Indien

Exotische Genüsse

Von Irmtraud Gutschke

Mal wieder „Indisch-Essen-Gehen“: Tatsächlich bekommt man Lust dazu, wenn man in diesem Buch blättert. Oder doch einmal probieren, die Gerichte selber zuzubereiten? Es ist alles genau Die Hühnerleber „Double Masala Curry“ oder „Amritsari Fish Fry“ bekommt man doch bestimmt noch hin. Auf Seite 8 ist im Buch eine Frau abgebildet, die scheinbar ohne jede Anstrengung drei schwere Plastiktüten voller Gemüse trägt – wir erfahren: in Indien wird täglich frisch eingekauft – und auf dem Kopf noch eine große Schüssel mit … ich weiß nicht was. Dann wird sie am Herd stehen, während die Familie am Tisch sitzt, damit sie alles nacheinander heiß und frisch servieren kann. Dabei wird sie sich nicht diskriminiert vorkommen. Wird man nicht manchmal schon während des Kochens satt?

Eine Fülle von Rezepten bietet das Buch: für Vegetarier wie für Veganer, für Fleisch- und Fischliebhaber. Aus persönlicher Sicht erzählt der Autor über das Land, das er offenbar aus eigener Anschauung kennt, und die Gewohnheiten der Leute.

Hendrik Wiethase: Ich wurde neugierig auf diesen Mann und bitte ihn um Verzeihung, dass ich ihn nicht vorher schon kannte. In Wettin-Löbejün, 15 Kilometer nördlich von Halle, lebt er als bildender Künstler, ist aber auch, wie mir Google mitteilt, als Fotograf, Filmproduzent, Kameramann tätig – und als Buchautor, wie wir hier sehen.

Übrigens: Meine kleine Enkeltochter kann zwar bestens mit Messer und Gabel umgehen, doch würde es ihr gefallen, mit den Fingern der rechten Hand zu essen, wie es in Indien üblich ist. „Wenn wir etwas berühren, aktivieren wir Bereiche unseres Gehirns, di wiederum die Geschmacksnerven und die Verdauung anregen“, weiß Hendrik Wiethase. Und: Vor und nach dem Essen wäscht man sich schließlich.

Hendrik Wiethase: Eine kulinarische Reise durch Indien. BuchVerlag für die Frau, 160 S., geb., 18 €.

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